Arnold Schwarzenegger - sein politischer SelbstmordEin Bandenführer wird zum Tod verurteilt. 25 Jahre später lehnt Schwarzenegger das Gnadengesuch eines Schriftstellers für den Frieden ab. Glatter politischer Selbstmord.Welcher andere Politiker würde es wagen das Todesurteil für eine Person zu bestätigen, die mehrmals für den Freidensnobelpreis und für den Literaturnobelpreis nominiert wurde? Wohl keiner. Jeder andere Politiker hätte das Todesurteil in lebenslange Haft umgewandelt und Tookie Williams nicht vergiften lassen. Aber Arnold Schwarzenegger ist kein Politiker, sondern nur ein Schauspieler der einen knallharten Politiker spielt. Leider ohne Regisseur und Drehbuch.
Arnold Schwarzenegger preist immer wieder Amerika als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Vom Tellerwäscher zum Millionär. Vom armen Einwanderer zum Governeur von Californien. Aber er hat heute, den 12 Dezember 2005 gegen Amerika, gegen den amerikanischen Traum entschieden, als er sich dafür entschloss die Laufbahn von "Tookie" Williams, vom gefürchteten Bandenchef zum Friedensaktivisten und Warner der Jugend vor Banden mit der Giftspritze zu beenden.
Knapp nach Mitternacht wird nicht nur "Tookie" Williams hingerichtet, sondern auch der amerikanische Traum, das alles erreichbar sei. Was soll denn in diesen Amerika noch erreichbar sein, wenn nicht einmal mehr mehrere Nominierungen zum Nobelpreis ausreichen, um ein Todesurteil zu lebenslanger Haft umzuwandeln?
Arnold Schwarzenegger vernichted mit diesem Todesurteil all die Werte für die er angeblich steht. Wo bleibt die Gerechtigkeit, wenn es nur noch um Rache geht, egal ob der Täter nach 25 Jahren in der Todeszelle noch immer uneinsichtig ist oder als Autor vieler Bücher versucht andere Menschen von einer solchen Verbrecherlaufbahn abzuhalten? |

